Landkreisweit erstes Hinweiszeichen auf „Toten Winkel“ aufgestellt

Fotos: Dr. Franz Janka
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Die Stadt Neumarkt hat in der Altdorfer Straße erstmals im ganzen Landkreis ein Hinweiszeichen auf die Gefahrenstelle „Toter Winkel“ aufgestellt. Oberbürgermeister Thomas Thumann erläuterte zusammen mit dem Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht Hermann Pfeifer den Hintergrund der Maßnahme.

Das Zeichen soll die Radfahrer auf die große Gefahr hinweisen, der sie ausgesetzt sind, wenn sie sich neben LKWs aufhalten, die im Abbiegevorgang sind. Oberbürgermeister Thumann wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Stadt die „Lammsbräukreuzung“ und das Umfeld mit rund 2 Mio. Euro völlig umgebaut hat. Dabei waren auch vom ADFC und anderen Verbänden geforderte Vorgaben mit umgesetzt worden, etwa die Radfahrer auf Straßen geführten Streifen fahren zu lassen: Neu eingerichtet wurden damals auch eigene Radfahrampeln. Die Abbiegevorgänge sowohl bei den Radfahrern als auch bei den Kraftfahrzeugen wurden entsprechend den räumlichen Möglichkeiten neu gestaltet. Im Vergleich zur vorhergehenden „Lammsbräukreuzung“ habe diese Lösung zu wesentlich größerer Sicherheit geführt, so Oberbürgermeister Thumann. Ihm seien seither keine größeren Unfälle an der Kreuzung bekannt, während die Kreuzung früher ein Unfallschwerpunkt gewesen war. Ein Problempunkt an dieser wie an vielen Straßeneinmündungen in Deutschland besteht beim Abbiegen von größeren LKW für Fahrradfahrer. Dies gelte auch für LKW, die aus der Altdorfer Straße in die Dammstraße einmünden. Je nach ihrer Größe müssen diese für ihren Abbiegevorgang häufig die Fahrradspur überfahren und können dabei trotz zum Teil modernster Technik im LKW den Fahrradfahrer in ihrem „Toten Winkel“ nicht erkennen. Deshalb hat die Kreisverkehrswacht mit Hermann Pfeifer an der Spitze die Initiative gestartet, hier ein entsprechendes Zeichen anzubringen. Er habe dazu in Erlangen recherchiert, sagte Pfeifer. Und die Stadt habe seine Anregung „auf kurzem Dienstweg“ umgesetzt. Er dankte daher Oberbürgermeister Thumann für die verkehrsrechtliche Zulassung durch die Tiefbauverwaltung und das Erstellen und Aufstellen des Schildes durch den Bauhof. Zur Veranschaulichung hatte der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht einen LKW der Firma Edenharder organisiert, der zusammen mit Jürgen Mösl vom ADAC auf dem Fahrrad das richtige Verhalten demonstrierte. Oberbürgermeister Thumann hofft, dass sich viele Radfahrer auch durch den Hinweis auf dem Schild die Gefahr bewusst machen und entsprechend vorsichtig verhalten. Er wies in dem Zusammenhang aber auch darauf hin, dass es generell im Straßenverkehr weder durch bauliche noch durch technische oder sonstige Einbauten möglich sei, eine 100-protzentige Sicherheit herzustellen. Das Stadtoberhaupt appellierte daher an die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer und daran, gegenseitig Rücksicht zu nehmen.

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