Stadt weitet Hochwasserschutz aus

Foto: Dr. Franz Janka
Foto: Dr. Franz Janka

Die Stadt weitet ihren Hochwasserschutz aus. Dies hat Oberbürgermeister Thomas Thumann vor Ort in Pölling verkündet. Dort wird die Stadt am Flussgraben für rund 550.000 Euro bis Ende August zwei Hochwasserrückhaltebecken mit einem Gesamtvolumen von 13.700 Kubikmetern schaffen.


„Dies ist eine weitere Maßnahme im Rahmen unserer vielfältigen Bemühungen im Bereich Hochwasserschutz“, so das Neumarkter Stadtoberhaupt. „Gerade die Starkregenereignisse der letzten Zeit haben bewiesen, dass der von uns auch finanziell betriebene Aufwand zum Hochwasserschutz gerechtfertigt und erfolgreich ist. Alleine in meiner Amtszeit haben wir dafür rund 15 Mio. Euro in den Kanalbau und damit zum Teil in die Erweiterung der Stauraumvolumen sowie weitere 12 Mio. Euro in den direkten Hochwasserschutz für Regenrückhaltebecken und ähnliche Einrichtungen investiert. Dies ist gut angelegtes Geld zum Schutz der Bürger und ihres Eigentums.“

 

Dazu wird auch künftig die Anlage in Pölling beitragen, bei der die vormals intensiv genutzte Teichanlage naturnah zu einem Rückhaltebecken umgebaut wird. Dadurch wird der Bereich des Flussgrabens aufgewertet und, wie der beteiligte Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch betonte, nach Fertigstellung ökologisch hochwertiger sein als vorher. Künftig werden hier zwei Becken sein, die durch Begrünung und entsprechende Gestaltung auch optisch einen neuen Naturraum ergeben werden. Entlang der B8 werde es eine entsprechende Begrünung und Bepflanzung geben, die Uferzonen werden flacher ausgebracht, als dies bisher bei den Fischteichen der Fall war. Auf diese Weise entstehe hier ein vielfältiges biologisches Leben mit Tieren und Pflanzen.

 

Dipl. Ing. (FH) Werner Dotzer, der zusammen mit seinem Sohn Ralph Dotzer die Planung übernommen hat, erläuterte, dass von den beiden neuen Hochwasserrückhaltebecken in Pölling ein Einzugsgebiet von rund 84 Hektar erfasst werde. Nach der Fertigstellung der Becken werde statt einer bisherigen Wassergeschwindigkeit von 3 Kubikmetern pro Sekunde im 100-jährigen Starkregenfall künftig nur 0,5 Kubikmeter pro Sekunde den Flussgraben hinabtransportiert. Dies bedeute eine Reduktion der Fließmenge in so einem Starkregenfall von über 80 Prozent. Auch die ausführende Firma Mickan, die durch Bauleiter Benedikt Raab vertreten war, achtet beim Erstellen der Becken jetzt schon sensibel auf die Umgebung und die Natur. So werde entsprechend umsichtig bei den Arbeiten vorgegangen, dass die bestehenden Bäume nicht geschädigt werden.

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