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Freitag, 29. Januar 2016 12:15 Neumarkt

Schulprojekt - „Prima-Klima“

NEUMARKT: Oberbürgermeister Thomas Thumann hat zusammen mit der Stadträtin und Klimaschutzreferentin Ruth Dorner und Hidir Altinok vom Amt für Nachhaltigkeitsförderung an drei Schulen die Prämien aus dem Projekt „Prima-Klima“ für das Schuljahr 2014/2015 überreicht. Die Mittelschule West erhält dabei 300 Euro, die Grundschule Holzheim 400 Euro und die Theo-Betz-Schule 450 Euro, die sich jeweils aus deren Aktivitäten zum Energie- und Wassersparen und ihren pädagogischen Projekte zu diesen Themen ergeben. In den drei Schulen konnten vor allem Einsparungen im Bereich Gas erzielt werden. Insgesamt wurden dabei im Jahr 2014 zum Vorjahr ca. 185.000 Kilowattstunden an Gas gespart. Das entspricht einer CO2-Einsparung von ca. 33,6 Tonnen. Die Witterungsbereinigung für den Gasverbrauch findet dabei im Hochbauamt statt. Der Stromverbrauch in den drei Schulen wurde um ca. 4.000 Kilowattstunden im Vergleich zum Vorjahr gesenkt. Hier ergibt sich keine CO2-Einsparung, weil in allen städtischen Liegenschaften Ökostrom verwendet wird. Auch der Wasserverbrauch konnte im Jahr 2014 gesenkt werden. Insgesamt sank der Verbrauch um ca. 215 Kubikmeter im Vergleich zum Jahr davor.

„Prima-Klima“ ist ein Schulprojekt zum Energiesparen, das im Rahmen des Förderprogramms „Masterplan 100% Klimaschutz“ initiiert wurde. Die Ziele sind zum einen den Energie- und Wasserverbrauch in den städtischen Liegenschaften zu minimieren und zum anderen Schüler, Lehrer und Eltern für das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu sensibilisieren. Der Energieverbrauch in den städtischen Liegenschaften und vor allem an Schulen wird durch energetische Sanierungsmaßnahmen regelmäßig gesenkt. Als Beispiel dient die LED-Beleuchtungssanierung der Schule Holzheim. Auf der anderen Seite sorgt das Hochbauamt der Stadt Neumarkt in Zusammenarbeit mit den Hausmeistern der Schulen und durch die zentrale Gebäudeleittechnik für städtische Gebäude und einem entsprechenden Energiemanagement regelmäßig für weitere Optimierungen. So sind z.B. die Nutzungspläne der Klassen im Zeitprogramm hinterlegt, wodurch die Temperaturen in den Klassen automatisch heruntergefahren werden, wenn diese nicht genutzt sind. Zusätzlich berechnet die Software anhand der Außentemperatur den optimalen Einschaltpunkt der Heizung, damit genau zu Schulbeginn die richtige Temperatur in den Klassenzimmern herrscht und nicht durch zu frühes Einschalten Energie verbraucht wird. Insgesamt seien im Jahr 2014 in allen städtischen Gebäuden, die an die neue Leittechnik im Rathaus angeschlossen sind, alleine beim Gasverbrauch Einsparungen von über 1,6 Millionen Kilowattstunden erreicht worden. Dies hat der zuständige Mitarbeiter im Bauamt Dieter Ullmann mitgeteilt. Damit wurden nicht nur mehr als 313 Tonnen CO2 eingespart, sondern auch über 100.000 Euro.

Bei dem „Prima-Klima“ Projekt steht vor allem eine weitere Verringerung des Energieverbrauchs durch die Verbesserung des Nutzerverhaltens im Vordergrund. Durch größtmögliche Schülerbeteiligung sollen Energieeinsparmaßnahmen umgesetzt, dadurch Einsparungen im Bereich Wasser, Strom und Gas, somit auch CO2- und Kosteneinsparungen erzielt werden. Um die Motivation hoch zu halten, werden ein Teil dieser eingesparten Kosten in Form von Prämien an die Schulen zurückgezahlt. Diese Prämien stehen den Schulen zur freien Verfügung. Besonders zu erwähnen ist, dass bei dem Projekt nicht nur Einsparungen im Mittelpunkt stehen, sondern auch die pädagogischen Projekte bewertet werden. Dadurch wird der Einsatz der Schulen im Bereich Klimaschutz und somit auch Themen, die über Energievermeidung hinausgehen ebenfalls honoriert. Die Bestimmung der Prämien erfolgt auf Basis der folgenden drei Stufen:

  • Verbrauchsdaten
  • Pädagogische Maßnahmen: Hierzu gehören allgemeine Aktivitäten zum Thema Energie- und Wassersparen bzw. Klimaschutz im Unterricht, Experimente, Exkursionen etc.
  • Besondere Leistungen: Projekte, über die oben gennannten pädagogischen Maßnahmen hinausgehen und vor allem größere Schülergruppen ansprechen

Die durchgeführten pädagogischen Maßnahmen der Schulen sind vielfältig und unterschiedlich. So wurde an der Theo-Betz-Schule eine Umweltakademie veranstaltet. Dabei kamen von 20 Schulen aus dem Landkreis und der Stadt Neumarkt pro Schule ca. vier Schüler, die zu Klimabotschaftern ausgebildet wurden. Bei der Mittelschule West werden Themen zur Vermeidung von Energie im Alltag regelmäßig im Unterricht eingebaut. Darüber hinaus werden zwei Mal im Jahr die Fahrräder der Schüler kontrolliert, die dadurch angehalten werden das Fahrrad regelmäßig auf dem Schulweg zu nutzen. Die Grundschule Holzheim glänzt durch mehrere kleine Projekte. Ein besonderes Projekt wurde mit der Universität Regensburg durchgeführt. Dabei wurden im Lernlabor der Universität Regensburg unterschiedliche Experimente zum Thema „Erneuerbare Energien“ durchgeführt. Des Weiteren gab es Exkursionen zum Wertstoffhof und der Kläranlage.

 

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