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Freitag, 5. Dezember 2014 10:55 Neumarkt

Energiewende in Bayern - Süd-Ost-Passage wäre durch Stromversorgung aus Österreich überflüssig

Der österreichische Energieversorger "Verbund" hat nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung der Bayerischen Staatsregierung ein höchst interessantes Angebot unterbreitet, das die aktuellen Probleme mit der Energiewende lösen und die Stromversorgung im Freistaat auf Jahre hinaus sicherstellen würde. Demnach könnte der Energieversorger "Verbund" Bayern 5200 Megawatt Kraftwerksleistung zur Verfügung stellen, sagte der Vorstandschef des Unternehmens, Wolfgang Anzengruber, am Rande eines bayerisch-österreichischen Energiekongresses am Montag in München. Das entspreche ziemlich genau der Leistung der Atomkraftwerke im Freistaat, die bis zum Jahr 2022 abgeschaltet werden sollen. Auch der Transport des österreichischen Stroms nach Bayern wäre laut Anzengruber kein Problem. Die Leitungen seien nämlich bereits vorhanden, man müsste keine neuen bauen", sagte Anzengruber.

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Für den Berger Bürgermeister Helmut Himmler ist diese Nachricht keineswegs neu oder gar überraschend. Vielmehr sei sie Beleg dafür, dass die "Märchen von der Alternativlosigkeit der gegebenenfalls durch den  Landkreis Neumarkt führenden Süd-Ost-Passage noch nie glaubhaft waren und von den Menschen in den von den Monsterleitungen bedrohten Gemeinden zu Recht massiv bekämpft werden."

Auch der Stromtransport nach Bayern könnte Anzengruber zufolge ohne kostspielige und umstrittene Neubauten bewerkstelligt werden. "Das Übertragungsnetz zwischen Österreich und dem Freistaat hat eine Kapazität von 10 000 Megawatt", sagte der Verbundchef. Das reiche völlig aus, um die Sicherheit der Stromversorgung jederzeit zu gewährleisten."
Die "Verbund AG", die zu 51 Prozent der Republik Österreich gehört, ist der führende Stromversorger im Nachbarland und eines der größten Wasserkraftunternehmen Europas. 90 Prozent des Stroms, den Verbund produziert, ist Wasserstrom. In Bayern betreibt Verbund insgesamt 22 große Wasserkraftwerke.

Die Bayerische Staatsregierung werde schon bald Farbe bekennen müssen, so Himmler. Dann werde sich zeigen, ob der "Energiedialog Bayern" eine Inszenierung unter Beteiligung einiger Bürgerinitiativen und zahlreichen Lobbyisten der Stromwirtschaft gewesen sei, oder ein ernstes Bemühen um eine sichere, verträgliche und bezahlbare Stromversorgungsstrukturen.

Eine regionale Stromversorgung ohne neue, kostenträchtige Monsterleitungen - die von den Stromkunden über die Leitungsentgelte über Jahrzehnte zu bezahlen wären - seien nach dem Angebot aus Österreich durchaus möglich. 

Bürgermeister Helmut Himmler:"Wir werden den  Kampf  gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost, gleich wie sie verlaufen wird, ohnehin konsequent fortführen!" Bereits am kommenden Dienstag wird er mit Mitgliedern der "BI Schwarzachtal" zur nächsten Veranstaltung nach Creußen fahren. Dort wird Prof. Christian von Hirschhausen - Ökonom an der TU Berlin sowie Forschungsdirektor für internationale Infrastrukturpolitik und Industrieökonomie am DIW Berlin - zur Energiewende und dem Netzentwicklungsplan 2014 sprechen. Hirchhausen wird im Januar/Februar nach Berg zu einer Veranstaltung kommen.

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