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Mittwoch, 23. Juli 2014 07:00 Neumarkt

Insolvenz im Olymp - Musical „Plutos“ steht kurz vor der Premiere

NEUMARKT: Nach "Hitlerjunge Adolf" steht als nächste Produktion das Musical "Plutos" auf dem Spielplan des Neumarkter Musicalvereins M.U.T. - Uli Badura hat am Samstag die Proben besucht.

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Dem christlichen Gebot „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“ hat die griechische Mythologie mit ihrer großen Riege aus Göttern und Halbgöttern schon immer widersprochen. Beim Neumarkter Musicalverein M.U.T. führt man diese Weisung von Moses´ Steintafel aber völlig ad absurdum. Denn bei der neuen Produktion „Plutos“ gibt es nicht nur den antiken Gott des Reichtums sage und schreibe zweimal, sondern z.B. auch Göttervater Zeus. Während Ausgabe Nummer 1 am letzten Samstag auf der Bühne des Neumarkter LGS Parks das Schlusslied singt, steht Nummer 2 bereits in den Startlöchern für die zweite Durchlaufprobe an diesem Tag. „Wir haben praktisch alle Rollen doppelt besetzt“ erklärt Anja Ibler, welche zusammen mit Tobias Thumann die Regie übernahm. „Bei der letzten Produktion „Hitlerjunge Adolf“ haben wir gemerkt, wie schnell man in Schwierigkeiten kommen kann, wenn ein Schauspieler erkrankt und kein Ersatz da ist“, so Ibler weiter. Deshalb betreibt man diesmal den Aufwand, das Stück mit zwei Darstellerensembles einzustudieren – ähnlich wie bei professionellen Musicalproduktionen am Broadway, wo wegen Krankheit ausfallende Vorstellungen schnell Verluste in Millionenhöhe verursachen können.

Um das liebe Geld dreht sich auch das Neumarkter Stück an sich: Plutos verschlägt es zu den Menschen, die den Gott des Reichtums nur zu gerne in ihrer Nähe wissen. Doch die verbliebenen Götter im Olymp wären ebenfalls auf monetäre Hilfe angewiesen, da sie zu lange über ihre Verhältnisse gelebt haben. Im Laufe dieser Musicalkomödie muss so mancher den Begriff „Reichtum“ für sich neu definieren.

Bereits 2002 wurde „Plutos“ als Schulmusical aufgeführt – die Texte aus der Feder von Franz X. Müller und die Musik von Max Gmelch wurden nun überarbeitet und erweitert. Letztere klingt mal rockig, mal jazzig und mal nach Gospelsong. Die stilistische Vielfalt aber auch Anspielungen auf die moderne Gesellschaft sollen die Produktion zu einem Musical für die ganze Familie werden lassen, so die Macher.

Viele Änderungswünsche hat Regisseurin Anja Ibler nach dem Ende der ersten Durchlaufprobe nicht mehr. Die ein oder andere Textzeile wird noch angepasst, ansonsten „sitzen“ Dialoge, Melodien und Choreografien. Das Einzige, was die rund 30 Darsteller, welche pro Abend auf der LGS-Bühne stehen, nicht einstudieren können, ist das Wetter. Man hofft deshalb, dass auch Petrus bei Plutos „mitspielt“ – und zwar sowohl in der Erst- als auch in der Zweitbesetzung.

Text / Foto: Ulrich Badura

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Das Musical "Plutos" ist ab Ende der Woche auf der Bühne im LGS-Park zu sehen.

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