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Freitag, 7. Februar 2014 06:56 Neumarkt

Unternehmer haben beste Geschäftserwartungen

NEUMARKT / REGENSBURG. Die Konjunkturumfrage der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim im Kammerbezirk bestätigt: Die Unternehmen haben die besten Geschäftserwartungen seit drei Jahren. „Damit spiegelt die regionale Wirtschaft die positiven überregionalen Konjunkturindices wie etwa den Ifo-Index wider“, freut sich Dr. Jürgen Helmes, Hauptgeschäftsführer der IHK.

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Die Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer üben jedoch auch Kritik an der Politik: „Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und der Debatte um die Ausgestaltung des Mindestlohnes nährt die Regierung Unsicherheit in der Wirtschaft“, weiß Helmes. Das wiederum zeigt sich in der Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Nur ein Viertel plant für dieses Jahr größere Anschaffungen und Neubauten. Das ist der niedrigste Wert seit 2010.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der sowohl die aktuelle geschäftliche Lage der Unternehmen als auch ihre Geschäftserwartungen abbildet, erreicht mit 125 einen hohen Wert. 41 Prozent der Befragten berichten von voller Kapazitätsauslastung, nur 13 Prozent zeigen sich mit der Auslastung von Personal und Maschinen unzufrieden. Die Stabilisierung der internationalen Wirtschaft und den damit verbundenen Anstieg der Exportzahlen registrierte im zweiten Quartal 2013 als erstes die Industrie. Während beim produzierenden Gewerbe der Konjunkturklimaindikator konstant bleibt, legen Bauwirtschaft und unternehmensnahe Dienstleistungen zu. Diese Branchen bieten derzeit beste Beschäftigungschancen.

Begünstigt durch hohe Liquidität, niedrige Zinsen und Unsicherheiten bei anderen Anlageformen, erwartet die Baubranche auch weiterhin eine dynamische Entwicklung. „Der Wirtschaftsbau, für die Klebl-Firmengruppe das wichtigste Segment, gibt Anlass für eine optimistische Einschätzung. „In den vergangenen Monaten kam es zu einer Belebung der Nachfrage“, sagt Gregor Frank, kaufmännischer Leiter des Neumarkter Bauunternehmens. Hier sieht die Firma Klebl ihr Kerngeschäft und ist dafür deutschlandweit mit sechs Betonfertigteilwerken optimal aufgestellt. „Doch agieren wir nicht euphorisch. Statt Kapazitäten auszubauen, sind wir vielmehr bestrebt, die Leistung von Mensch und Maschine zu optimieren. Bei rückläufiger Nachfrage ist eine flexible Anpassung an die neue Situation von höchster Bedeutung“, weiß Gregor Frank aus Erfahrung.

Umsichtiges Agieren ist vor allem im Handel gefragt. Hier macht sich trotz einer konsumfreudigen Kundschaft ein leichter Abwärtstrend bemerkbar. Karin Siegert, Inhaberin von Siegert – Mode für Männer im Regensburger Donau-Einkaufszentrum, will den Umsatzrückgang nicht klein reden. Sie kennt die große Herausforderung des stationären Handels. „Abgesehen vom milden Winter…“, sagt sie, „…das Geschäft im Einzelhandel machen Online-Händler.“ Siegerts Stärken liegen in der persönlichen Beratung und im individuellen Service. Die zunehmende Verdrängung des stationären Einzelhandels bringt für Fachhändlerinnen wie Karin Siegert nicht nur Umsatzeinbußen. Siegerts Horizont ist weiter. Sie warnt: „Wenn noch mehr Kleine aufhören, weil sie sich dem Druck des Online-Handels nicht mehr aussetzen wollen,  geht ein Stück Kultur kaputt. Einzelhandel sorgt in den Städten für Leben und Bewegung.“

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